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Aktuelle Ausgabe

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

etwa eine halbe Million Menschen erkranken in Deutschland jedes Jahr an Krebs. Dank moderner Therapien ist die Diagnose Krebs nicht mehr zwangsläufig gleichbedeutend mit ­einem Todesurteil. Erfolg und Verlauf einer Krebstherapie hängen jedoch immer von der Tumorart beziehungsweise Krebsform ab.

Es gibt einige Standardtherapien, die immer wieder zum Einsatz kommen. Bei vielen Krebsarten, die mit dem Wachstum von epithelialen oder mesenchymalen Tumoren einhergehen, stehen die Chancen für eine Heilung gut, wenn der ­Tumor durch eine Operation entfernt ­werden kann. Bestimmte Tumoren neigen ­allerdings eher dazu, Metastasen zu bilden als andere. Je nachdem, wie die Untersuchung der Gewebeproben ausfällt, werden daher im Anschluss an die Operation vorsorglich adjuvante Behandlungen wie Chemo-, Strahlen- oder ­Immuntherapie durchgeführt, um im Körper verbliebene Krebszellen zu eliminieren.

Das ist der Moment, in dem Patienten oftmals Heilpraktiker hinzuziehen, um etwa die Nebenwirkungen der Chemotherapie zu mildern oder nach dieser, den Körper zu entgiften und Rückfällen durch Präventionsmaßnahmen vorzubeugen (s. H. Martens S. 15).

Dazu gibt es verschiedene Ansätze. Neben Vitamin-C-Infusionen, Akupunktur und Misteltherapie hat sich zum Beispiel die Aromatherapie bei Krebspatienten bewährt. Sie zeigt bei Übelkeit und Erbrechen, Schlafstörungen und ­Fatigue gute Erfolge. Auch Schmerzen lassen sich mitunter effektiv beeinflussen. Die Anwendung ätherischer Öle hat ingesamt ein großes therapeutisches Potenzial, denn Dufrezeptoren findet man nicht nur in der Nase, sondern auch in vielen anderen Organen wie Herz, Nieren, Lunge etc. Maligne Zellen weisen sogar eine ­höhere Anzahl auf (s. H. Lück-Knobloch S. 21).

Eine gesunde Ernährung hilft, krebserregende Substanzen aus den Zellen zu schleusen und stimuliert das Immunsystem. Untersuchungen zeigen, dass einige Lebensmittel wie Tomaten, Kohl, Beeren und diverse Gewürze diesbezüglich besondere Qualitäten haben. So blockieren Inhaltsstoffe der Gewürzpflanze Curcuma longa (s. Titelbild) beispielsweise entzündungsauslösende Proteine und das Wachstum von Krebszellen und das Allicin im Knoblauch verhindert die Entstehung von schädlichen Nitrosaminen (s. M. Schneider S. 9).

Manchmal finden jedoch auch Menschen mit Krebsdiagnosen den Weg in die Naturheilpraxis, bei denen die therapeutischen Möglichkeiten erschöpft sind und die sich mit ihrer eigenen Endlichkeit auseinandersetzen müssen. Dann gilt es, einerseits mit den Menschen in Kontakt zu bleiben und andererseits sich selbst im Klaren dar­über zu sein, wie man mit solchen Situationen ­umgeht und gegebenfalls Trost spenden oder ­finden kann. Oft hilft der persönliche Glaube mehr als eine rein wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Tod (s. C. Reichard S. 24).

Viel Freude beim Lesen wünscht ­Ihnen
Dr. Susanne Dell, Chefredakteurin

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